am vergangenen Wochenende standen die Titelkämpfe um den Weltmeister im 24 Stunden MTB Rennen im bayerischen Sulzbach-Rosenberg an.

Die Strecke führte auf dem Gelände der stillgelegten Maxhütte über sieben kilometerlangen Rundkurs, wobei es knapp 100 Höhenmeter zu bewältigen gab.
Nach dem Start vor dem Rathaus in der Altstadt von Sulzbach-Rosenberg, ging es erst mal neutralisiert bis zum eigentlichen Rennkurs. Hier setzten sich gleich drei Österreicher, unter ihnen auch Mitfavorit Gerald Bauer, an die Spitze des Feldes. Ich versuchtevon der ersten Runde an meinen Rhythmus zun finden und fand mich in der ersten Rennstunde auf Platz sieben wieder.
Gleich zwei Platten innerhalb kurzer Zeit brachten mich kurz aus dem Konzept, konnte aber dann nach vier Stunden Fahrzeit bis auf denzweiten Rang vorfahren. Ab den frühen Abendstunden übernahm ich die Führung der Einzelfahrerwertung und musste die nur durch einem längeren Stopp bei derLichtmontage gegen 20:30 Uhr wieder kurzfristig abgeben.
Ich gönnte mir dabei kurz eine Gesichts- und Beinwäsche, da die Staubentwicklung auf der Strecke enorm war. In der ersten Hälfte der Nachtphase konnte ich meinen Vorsprung auf das österreichische Duo Windhager/Bauer bis auf acht Minuten ausbauen aber merkt schon zu diesem Zeitpunkt, dass der Schmerz in meinem linken Knie immer stärker wurde.
Wahrscheinlich habe ich mir bei einem der häufigen abrupten Richtungswechsel das Knie verdreht und versucht mit einem schweren Gang weiterzufahren. Jedenfalls fiel es mir ab diesem Zeitpunkt schwer auf diesem Kurs nach den unzähligen Brems-manövern wieder Fahrt aufzunehmen, versuchte dennoch das Tempo hochzuhalten.
Von meinen Betreuern an der Strecke erfuhr ich, dass sich der stark fahrende Jörn Schwarzkopf/Team AS-Group mit schnellen Rundenzeiten auf den zweiten Platz vorgearbeitet hatte und auchden Rückstand auf mich konstant verkürzte. Schließlich konnte mich Schwarzkopf auch in den frühen Morgenstunden ein- und sogar überholen.
Da diese fulminante Aufholjagd auch an ihm nicht spurlos vorbeigehen kann, war mir klar und so bewahrte ich erst mal Ruhe und konntenach zwei weiteren Runden ihn meinerseits wieder überholen. So fuhren wir beide einige Stunden lang ein fast schon dramatisches Rennen aus, wo die Führung ständig wechselte.
Nach einer kurzen Behandlungspause mit Schmerzmittel gegen meine Kniebeschwerden, kam ich wieder etwas besser in Tritt und konnte mich in einem Herzschlagfinale nur denkbar knapp gegen den Berliner Jörn Schwarzkopf durchsetzen.
Mit 72 Runden, was 504km und knapp über 7000hm entspricht, konnte ich mir zum zweiten Mal den Weltmeistertitel über die Tagesdistanz sichern.
Der Kurs war für mich als reinen Bergspezialisten sehr kräftefordernd, da man mit vielen Richtungswechseln und damit verbundenen Antritten wieder Schwung für die schnellen verwinkelten Flachpassagen holen musste.
Mein Trainingspartner und Vereinskollege Uli Pfanzelt konnte in seinem ersten 24 Stunden Rennen gleich einen phantastischen achten Platz in der Masterwertung holen und trotz Sturz das Rennenmit 54 Runden beenden.
Ein Lob gilt es noch dem Veranstalter von SOG-Events und den Rettungskräften auszusprechen.
Es wurde dem Zuschauer rund um die Uhr einetolle Veranstaltung mit Live-Music, Feuerwerk, Beach-Party, etc. geboten, so dass die aktiven Fahrer so viel Rückhalt und Begeisterung ander schweren Strecke erfahren haben.
Die Rettungskräfte machten einen tollen Job, waren an allen Schlüsselstellen ständig präsent undbei den zahlreichen Stürzen sofort einsatzbereit.
| 1.Platz |
| Michael Kalivoda/GER 72 Runden |
| 2.Platz |
| Jörn Schwarzkopf/GER 71 Runden |
| 3.Platz |
| Bastian Waschkuhn/GER 70 Runde |
| 4.Platz |
| Bernhard Windhager/AUT 68 Runden |
| 5.Platz |
| Michael Kochendörfer/GER 65 Runden |
Für alle Mitglieder werden im Frühjahr und Sommer Mountainbike Ausflüge mit unserem Weltmeister im 24 Stunden Mountainbike Rennen, Michael Kalivoda, www.michael-kalivoda.de angeboten. Gerne könnt Ihr schon mal in seine Internetseite reinschauen. Wir werden euch über dieses Angebot rechtzeitig Informieren.

24-Stunden-Weltmeister MTB 2007 Rennbericht Michael Kalivoda:- Ergebnis und Bildmaterial als Anhang Kalivoda gewinnt zum dritten Mal in Folge das 12 Stunden MTB Rennen in Weilheim Nach fast zweimonatiger Rennpause und kurzer Erholungsphase nach einem Trainingslager in Griechenland,versuchte Michael Kalivoda seinen Erfolg der Jahre 2007 bzw. 2008 beim 12 Stunden Rennen am Ortsrandvon Weilheim zu wiederholen.
Die Bedingen am Renntag waren von den äußeren Verhältnissen ideal, die Sonne scheinte den ganzen Tag voneinem wolkenlosen Himmel und dazu wehte ein mäßiger Ostwind. Da die 6,1km lange Strecke mit ihren gut 100hm auch teilweise durch schattige Waldpassagen führte, waren die knapp 30°C in der Mittagszeit einigermaßen erträglich. Der Regen des Vortags hatte die Trailpassagen in sehr rutschige Abfahrten verwandelt, die aber im Laufe des Tagesimmer mehr abtrockneten und keinerlei Hindernis darstellten.
Direkt beim Start um 08 Uhr morgens merkte Michael Kalivoda, dass die Befestigung seines Zeittransponders gerissen warund musste direkt mit dem Startschuß kurz zu seinen Betreuern umkehren, diesen neu befestigen und als Letzter dem gesamten Feld hinterherfahren. Während der ersten Rennstunde ist es für Einzelstarter immer schwierig seine genaue Position im Starter-feld zu bestimmen und so versuchte der Garmischer erst mal seinen Rhythmus zu fahren. Hinzu kam dass sich während der ersten Rennstunden sich auch noch die schweren Beine des Traingslagers bemerkbar machten. Nach ca. zwei Stunden Renndauer, wußte der Vorjahressieger, dass er gemeinsam mit Christoph Köck/Team Mulicycle an der Spitzelag und der Vorsprung schon ca. fünf Minuten auf die nächsten Verfolger Betrug.
Man einigte sich auf eine Fahrt mit ständigerAbwechslung der Führungsarbeit. So konnten nach Rennhälfte sämtliche Verfolger überrundet werden und das Renntempo etwasgedrosselt werden. Allerdings machte sich die Renndauer beim Marathonspezialisten Köck dann doch bemerkbar und Michael Kalivoda entschied sichum seine Rundenzeiten relativ konstant zu halten, zur alleingen Fahrt an der Rennspitze.
Die letzten Rennstunden absolvierte Kalivodamit einem komfortablen Vorsprung auf den Österreichischen Straßenfahrer Christian Strebl und Herbert Deutschländer vom Ghost RacingTeam. Nach 12:10:42 Stunden überquerte Michael Kalivoda nach gut 256km und über 4300hm als Sieger das Ziel und gewann damit dasRennen nun zum dritten Mal in Folge.